In dieser Episode sprechen wir darüber, ob WordPress auch im Intranet funktioniert.
Spoiler. Die sehr kurze Antwort lautet natürlich: JA. gefolgt von einem „Aber“. Denn es kommt wie so oft drauf an.
Worauf genau es ankommt und warum es auch hier sehr wichtig ist, dass du dir VORHER ein paar Gedanken machst, darum geht es in der Episode.
Gerade im Intranet spielen einige Personen eine wichtige Rolle, die du vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm hast.
Passende nerdcafe Episoden:
Episode 011 – Passt WordPress zu Dir?
Episode 013 – WordPress Sicherheit
Episode 016 – Plugins und Updates
Episode 019 – die VPN Werbeversprechen
Episode 039 – Nameserver
Kontakt:
Fragen zu WordPress, Themenwünsche und Ideen?
espresso@nerdcafe.online
Vernetze dich mit Johannes und komm ins nerdcafe live bei LinkedIn
https://de.linkedin.com/in/johannesmairhofer
Zur nerdcafe Website
https://nerdcafe.online/
Hier findest du den nerdcafe Podcast bei Instagram
https://www.instagram.com/nerdcafepodcast/
Transkript zur Episode:
[00:00:00] WordPress ist das meist genutzte CMS der Welt. Aber funktioniert es auch im Internet.
[00:00:06] Darum geht es in der heutigen Episode.
[00:00:10] Moin aus Hamburg und herzlich willkommen im Nerdcafé Podcast.
[00:00:18] Den Podcast rund um WordPress, Hosting, CMS und Web.
[00:00:24] Ich bin Johannes Meyerhofer, ich bin dein Host und ich bin Experte und Trainer für WordPress.
[00:00:30] Mit diesem Podcast helfe ich dir dabei alle Themen, die dich interessieren, wenn du mit
[00:00:36] einem eigenen Webseiten Projekt starten möchtest, besser zu verstehen.
[00:00:40] Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß mit der Podcast Episode.
[00:00:44] Diese Episode könnte die tatsächlich allerkürzeste Nerdcafé Episode ever werden,
[00:00:50] denn die sehr kurze Antwort lautet "Ja, du kannst WordPress als Internet benutzen und einsetzen".
[00:00:58] Das war es von heute bis zum nächsten Mal.
[00:01:01] Natürlich nicht, ich möchte auch gerne ein paar Vor- und Nachteile mit dir besprechen.
[00:01:06] Und jetzt erstmal damit einsteigen, dass du am besten alle Beteiligten mit ins Boot holst.
[00:01:13] Denn WordPress ist relativ schnell installiert, ist ja ein CMS-System, was nicht so wahnsinnig komplex ist in der Konfiguration und Installation.
[00:01:22] Die wichtigere Frage ist, habt ihr denn wirklich darauf Lust, habt ihr den Bedarf dafür?
[00:01:29] Und die Kapazität, dass auch jemand sich kümmert darum?
[00:01:34] Denn das Internet ist schnell hingestellt, aber dann steht es halt nun mal da und ist leer.
[00:01:39] Da müssen Inhalte rein, ihr müsst euch überlegen, was will ich denn überhaupt damit erreichen?
[00:01:45] Was sollen die Kolleginnen, die Mitarbeitenden damit machen?
[00:01:49] Sollen die damit sich austauschen? Brauchen wir eine Community?
[00:01:54] Sollen nur Kalender geteilt werden? Sollen die nur Fixe und Team-Meetings da abgebildet werden?
[00:02:01] Soll man vielleicht sogar damit mailen?
[00:02:03] Dann wäre jetzt WordPress vielleicht nicht ganz so das Wahre, aber dazu kommen wir später nochmal ausführlicher.
[00:02:09] Soll da die gesamte Unternehmenskommunikation drin sein? Soll das so eine Art Wissensarchiv sein?
[00:02:16] Was soll da passieren?
[00:02:18] Das ist die allererste Frage, ähnlich wie auch bei einer Webseite, die im Netz steht.
[00:02:23] Was ist der Bedarf? Was wollen wir erreichen? Und was ist das Ziel von diesem Internet?
[00:02:29] Das ist die allererste Überlegung, bevor wir überhaupt gemeinsam entscheiden,
[00:02:35] oder ihr gemeinsam entscheidet, welches System dafür eingesetzt wird.
[00:02:40] Die nächste Frage nach dem "Was" ist die Frage "Wer?" Wer soll das Ganze pflegen?
[00:02:46] Sollen da externe Dienstleister*innen sich an die Arbeit machen? Soll es die IT machen?
[00:02:53] Gibt es da überhaupt Kapazitäten auf der technischen Ebene?
[00:02:58] Auf der innerlichen Ebene müssen da ja auch Inhalte reingestellt werden.
[00:03:04] Auch hier die Frage "Wer soll diese Inhalte erstellen?"
[00:03:08] Wissen die Menschen, warum sie das tun sollen und wie das geht?
[00:03:13] Und haben sie dafür überhaupt die Kapazitäten, also die Zeit?
[00:03:17] Denn das bedeutet alles erstmal Mehrarbeit.
[00:03:21] Und die dritte Frage wäre "Wie?" Wie soll das Ganze aussehen?
[00:03:26] Wie soll das funktionieren? Soll das zum Beispiel nur im Intranet direkt, also im internen Netz der Firma, sichtbar sein?
[00:03:35] Sollen die Menschen, die jetzt im Homeoffice sind, auch von woanders aus zugreifen können?
[00:03:40] Gibt es vielleicht eh schon einen VPN, wo die Homeoffice-Leute sich per VPN in das Firmennetz einwählen?
[00:03:47] Oder soll jeder mit einem Zugang auch von ganz unterwegs ohne VPN auf diese Intranet-Seite zugreifen können?
[00:03:57] Das sind alles Sachen, die man sich am besten überlegt, bevor man so richtig loslegt und das System festliegt.
[00:04:03] Im zweiten Teil der Podcast-Episode möchte ich mal ein bisschen darauf eingehen,
[00:04:10] was denn die Vor- und Nachteile sind von WordPress als Internetlösung?
[00:04:15] Also nicht so sehr allgemein über Intranet, sondern WordPress als Internet.
[00:04:20] Und ich fange mal mit den Nachteilen an. Nachteil Nummer 1 ist das Thema Sicherheit.
[00:04:25] WordPress ist das meist genutzte CMS der Welt.
[00:04:29] Jede dritte Website oder jede vierte, je nachdem, welche Statistik man da zur Rande zieht, ist mit WordPress gemacht.
[00:04:37] Es heißt, WordPress ist auch für Angreifer einfach super interessant, weil sie mit automatisierten Netzen,
[00:04:45] Botnetze zum Beispiel, das gesamte Internet einfach abgrasen können.
[00:04:50] Und bei jeder WordPress-Seite, die sie finden, alle bekannten Sicherheitslücken und Benutzernahmen und Standardpasswörter
[00:05:00] einfach durchprobieren können und somit relativ viele Seiten auch erfolgreich angreifen können.
[00:05:06] Das heißt, die meisten Angriffe auf WordPress-Seiten passieren eher automatisiert,
[00:05:14] eher selten als direkte Angriffe.
[00:05:19] Das ist natürlich jetzt bei einem Internet, was im Internet, also im World Wide Web, sichtbar ist, anders.
[00:05:26] Wenn ihr eine große Firma seid, seid ihr und eure Inhalte durchaus auch spannend für die Mitbewerber am Markt.
[00:05:34] Das heißt, gerade wenn man ein Internet sichtbar im Netz stehen hat, muss man hier ganz besonders stark auf Sicherheit achten.
[00:05:43] Ich würde aber generell empfehlen, wenn ihr WordPress als Internet einsetzt für euer Internet.
[00:05:50] Lasst diese Seite nicht im Netz sichtbar.
[00:05:53] Es widerspricht ja auch so ein bisschen dem Konzept Internet, sondern liegt die auf eurer, auf eures internes Netz.
[00:06:01] Am besten so, dass man von außen gar nicht rankommt.
[00:06:04] Die externen Kolleginnen eben wie im Intro gesagt, vielleicht über VPN, aber schaut, dass ihr diese Website überhaupt gar nicht sichtbar habt im Netz,
[00:06:16] dann finden sie natürlich auch die Angreifer und Brottnetze logischerweise nicht.
[00:06:22] Ein weiterer Nachteil von WordPress als Internet ist der Pflegeaufwand, denn der ist schon nicht ganz unerheblich.
[00:06:29] Natürlich abhängig davon, was ihr jetzt genau damit macht, ob ihr jetzt eine Community baut oder vielleicht eher so ein, ja, so ein bisschen internen Blockbeiträge oder sowas.
[00:06:43] Muss man das schon auch sehr regelmäßig warten.
[00:06:46] Auch wenn die Seite nicht im Internet steht, muss ein Intranet regelmäßig geupdatet werden.
[00:06:52] Es müssen Plugins aktualisiert werden.
[00:06:55] Es sollten am besten auch Backups gemacht werden, gerade wenn da auch wichtige Inhalte liegen.
[00:07:01] Und diese Wartung muss natürlich jemand machen.
[00:07:03] Und ich kenne das von meiner Vergangenheit, als ich mal angestellt war, von der IT.
[00:07:09] Die internen IT hat meistens mehr als genug zu tun.
[00:07:13] Also wenn die sich jetzt auch noch um so eine WordPress-Intranet-Seite kümmern sollen, dann ist es wirklich eine gute Idee, mit denen zu sprechen
[00:07:22] und auch möglicherweise zusätzliches Personal dazu zu holen, je nachdem, wie groß eure Firma und eurer Intranet so aufgebaut oder geplant wird.
[00:07:34] Dritter Nachteil für diese Übersichtsepisode ist die Benutzerverwaltung WordPress.
[00:07:41] war relativ gut Benutzer verwalten und auch verschiedene Rollen vergeben und es gibt auch
[00:07:47] noch Plugins, die diese Standardrollen auch noch mal so ein bisschen aufweiten. Aber wenn
[00:07:53] ihr jetzt wirklich viele Abteilungen habt, wo verschiedene Mitarbeitende sehr verschiedene
[00:07:58] Rechte haben sollen, kann es ja gut sein, dass ihr damit bei WordPress an eure Grenzen stoßt.
[00:08:06] Da wäre jetzt eher so ein CMS wie TypO3 vielleicht passender. Bei dem Beispiel, bei dem Nachteilsbeispiel
[00:08:14] von vorhin, wenn ihr jetzt sagt, okay, wir wollen da ganz viel Content reinstellen und unsere Internet
[00:08:21] soll auch so eine Content-Plattform und vielleicht internes Wissensarchiv sein, wäre möglicherweise
[00:08:28] wiki eine passendere Lösung bei dieser Benutzer Verwaltung, wäre TypO3 vielleicht eine passendere
[00:08:36] Lösung, wenn ihr denn sehr viele Benutzer haben wollt. Moin aufs dem Schnitt und ganz kurze
[00:08:45] Unterbrechung. Wenn dir dieser Episode gefällt, nutzt doch gerne die Chance und lasst mir ein
[00:08:49] Abo da. Wenn du magst, empfehle den Podcast gerne weiter, das würde mich sehr freuen. Und würde
[00:08:56] noch mehr Menschen die Möglichkeit geben, WordPress zu verstehen. Jetzt aber weiter mit der Episode.
[00:09:00] Kommen wir damit noch zum dritten Teil von der Podcast-Episode, den Vorteilen, wenn ihr
[00:09:08] WordPress als CMS-System für euer Internet benutzen wollt. Der Hauptvorteil ist tatsächlich auch hier
[00:09:15] die große Verbreitung von WordPress. Denn was natürlich auch Nachteil sein kann im Bezug auf
[00:09:23] Angriffe, ist ein Vorteil im Bezug auf die Community und die Hilfe, die ihr bekommen könnt. Also nahezu
[00:09:29] jedes Problem hat schon mal jemand anders gehabt und kann euch dabei helfen. Manchmal muss man
[00:09:35] vielleicht ein bisschen Geld in die Hand nehmen, aber es wird sehr, sehr selten Probleme geben,
[00:09:40] die unlösbar sind. Es gibt ganz viele Experten, es gibt Berater*innen, es gibt Design-Agenturen,
[00:09:46] es gibt eine riesen Bandbreite am Markt an Menschen, die euch dabei helfen können,
[00:09:51] ich zum Beispiel auch, Zwinke Smiley, euer Internet so zu gestalten, wie es denn für euch passt. Da ist
[00:10:00] natürlich jetzt so ein bisschen die Herausforderung, die richtigen Partner*innen zu finden, aber es gibt
[00:10:07] und das ist der Hauptvorteil einer sehr große Gemeinschaft. Daraus folgt der zweite Vorteil,
[00:10:14] WordPress is open source. Es heißt nicht nur, dass es kostenfrei ist in der Benutzung zumindest,
[00:10:22] also man kann es runterladen unter WordPress.org und dann auf eurem eigenen Web-Server in eurem
[00:10:28] Internet wieder hochladen. Open source bedeutet auch, dass der Code frei ist. Also kann jede Funktion,
[00:10:35] die ihr euch wünscht, entweder programmiert werden oder mit sogenannten Plugins, das sind so eine
[00:10:42] Art Apps, die man einfach auf eure Internetseite installieren kann, zusätzlich integriert werden.
[00:10:50] Also die Bandbreite an Möglichkeiten ist durch diese Verbreitung und die Open-Source-Thematik
[00:10:58] wahnsinnig groß. Der dritte Vorteil hier ist noch die Thematik des Designs, denn die meisten
[00:11:05] Teams bei WordPress sind responsiv, das heißt, sie können auf möglichst vielen Geräten auch gut
[00:11:11] dargestellt werden. Und eure externen Mitarbeitenden, die vielleicht von unterwegs zugreifen,
[00:11:16] Vertriebskolleginnen oder Menschen, die im Support sind und vielleicht viel mit Tablets oder
[00:11:22] Handys arbeiten, können trotzdem die Inhalte von eurem Internet auf ihren mobilen Geräten
[00:11:28] anzeigen und sich somit auch sehr gut da einklinken sozusagen. Vorausgesetzt, ihr habt ein Sieben,
[00:11:37] was responsiv ist, muss man auch dazu sagen, aber die meisten Teams sind das und ich gehe davon aus,
[00:11:43] dass ihr euer individuelles Design habt und wahrscheinlich gar kein so ein fertiges
[00:11:49] Team benutzt, sondern logischerweise wird es ja Sinn machen, das Design von eurer Webseite auch im
[00:11:56] Internet wieder abzubilden. Wenn jetzt eure Webseite zum Beispiel schon mit WordPress gemacht wurde,
[00:12:02] bietet sich es natürlich total gut an, auch im Internet mit WordPress zu arbeiten, weil dann
[00:12:07] zumindest einige der Kolleginnen, die sich mit der Website beschäftigen, schon wissen, was es geht
[00:12:14] und die schon WordPress eben bedienen können und vielleicht sogar auch ihre Kolleginnen, die da
[00:12:19] neu sind, gut anlernen können und erklären können, wie das Ganze denn funktionieren kann.
[00:12:24] Und vielleicht habt ihr ja auch schon eine Webagentur, die eure Webseite betreut hat oder betreut
[00:12:30] und die kann euch sehr gerne bestimmt auch dabei helfen, auch das Internet mit WordPress umzusetzen.
[00:12:37] Und damit zum Fazit. Kommen wir nochmal zurück zur Anfangsfrage der Episode. Kann man WordPress
[00:12:47] als Internet-Lösung einsetzen? Die Antwort bleibt ja, kann man, kann man sogar sehr gut und es
[00:12:53] spricht auch sehr viel dafür, das zu tun. Es spricht aber auch einiges dagegen, wenn man zumindest
[00:12:59] andere Bedarfe oder Ziele hat mit dem Internet. Darum macht es Sinn, sich da wirklich vorher
[00:13:05] ausführliche Gedanken zu machen. Alle, die irgendwie mit dem Projekt beteiligt sind und die
[00:13:11] Inhalte erstellen sollen oder das ganze System pflegen sollen oder müssen, sollten hier auf jeden
[00:13:17] Fall beteiligt werden, damit gemeinsam entschieden wird, welches System denn am allerbesten passt.
[00:13:23] So, und wenn ihr jetzt überlegt und noch nicht sicher seid, ob ihr WordPress bei euch installiert
[00:13:29] wollen oder ob ein anderes System besser passt oder ob ihr überhaupt ein Internet einrichten wollt,
[00:13:34] dann schreibt mir doch einfach. Ich habe schon oft Internet-Lösungen umgesetzt. Ich habe auch
[00:13:40] früher in Firmen als Angestellter gearbeitet und kenne natürlich die Bedenken und Wünsche der
[00:13:47] jeweiligen Projektbeteiligten. Ich kenne die Bedenken aus der IT-Abteilung. Ich kenne die Wünsche
[00:13:53] aus der Chefabteilung und kann euch dabei gerne als Externer helfen, weil Externer ja oft auch
[00:14:01] noch mal so ein Blick von außen haben und nicht Angst haben, diese Bedenken auch zu äußern.
[00:14:08] Wenn ihr mögt, schreibt mir espresso@nordcafé.online, espresso@nordcafé.online. Ich freue mich sehr
[00:14:16] damit euch gemeinsam an euren Zielen zu arbeiten. Das war es erst mal von dieser Episode. Bis zum
[00:14:23] nächsten Mal. Tschüss. Tschüss. Das heißt auf Wiedersehen. Ich freue mich, wenn wir uns hier
[00:14:30] sehr bald wiedersehen bzw. hören. Wenn du darauf auch Lust hast, abonnier doch am besten diesen
[00:14:36] Podcast und empfehle auch deinen Freundinnen und Kollegen, denn so wird die Reichweite
[00:14:41] einfach nochmal vergrößert. Bei LinkedIn findet außerdem jede Woche meistens am Donnerstag
[00:14:47] das Nordcafé Live statt. Hier tausche ich mich regelmäßig mit verschiedenen Expertinnen über
[00:14:54] deren Fachgebiete aus. So kann ich meine fachliche Filterbabel erweitern und über den eigenen Teller
[00:14:59] anschauen. Und auch du kannst davon profitieren, denn im Nordcafé Live hast du die Möglichkeit,
[00:15:05] deine Fragen zu stellen. Ich hoffe, du konntest heute einiges mitnehmen. Wenn du magst,
[00:15:10] schick mir auch deinen Feedback und Themenwünsche an die espresso@nordcafé.online, espresso@nordcafé.online.
[00:15:17] Tschüss!
[00:15:19] [Ausschrei]
[00:15:21] [azu]

